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    WKM Schulung in Afrika

    Knapp 5.000 Kilometer Luftlinie habe ich mit dem Flugzeug zurückgelegt, ehe ich in Douala, der größten Stadt Kameruns, ankam. , als ausgebildete und studierte Gesundheits- und Wundmanagerin mit selbständiger Praxis für Wundheilkunde am Alexianer Krankenhaus in St. Tönis, hielt sie vor Medizinern und Krankenschwestern an verschiedenen Krankenhäuser Vorträge zur Wundversorgung und führte einen einwöchigen Crash-Kurs Theorie und Praxis ins Wundmanagement durch. Vorangegangen war ein Anruf der Organisation Friederike Rösner war sofort bereit in Kamerun zu helfen und machte sich in Begleitung ihres Ehemannes sowie zwei Ärzten von „CamfoMedics“ über Paris auf den Weg nach Zentralafrika. Bereits Wochen vor ihrem Abflug wurde kistenweise notwendiges Verbandsmaterial zur Wundbehandlung nach Kamerun geflogen. In Douala angekommen ging es in den nächsten Wochen ca. 2000 Kilometer mit Auto und Zug quer durch Kamerun vom Dschungel bis hin zur zentralafrikanischen Steppe nach Ngaoundere, im Norden Kameruns, am Rand des Hochlandes von Adamaua. Schon nach wenigen Kilometern bekam Friederike Rösner einen Eindruck von dem, was sie in Kamerun erwarteten sollte. Neben einem tropischen Klima von 30 Grad, tiefste Armut, größten Teils schmutzige und vermüllte Straßen. Kinder und hauptsächlich Frauen mit Wasserkrügen auf ihren Köpfen, Ein Leben was sich fast ausschließlich auf der Straße abspielt, gebratenes Fleisch, Lebensmittel, Obst, Getränke, Kleidung und vieles mehr wurden an Ständen, Holzbretterbuden oder Wellblechbuden, auf der Straße, für Europäer, doch unter sehr befremdlich Umständen, angeboten.

    „So etwas kann man sich nicht vorstellen“, so die Nettetalerin. Ein Camp, mitten im Dschungel gelegen, war eins ihrer Ziele, zwei Betten auf 12 Quadratmeter. Nach einer Woche wurden die Nettetaler von einem Arzt, den Friederike Rösner bereits aus Deutschland kannte, abgeholt und in das Krankenhaus gefahren, das für die nächsten Wochen ihr Zuhause und gleichzeitig Arbeitsplatz sein sollte. „Die Patienten kommen mit ihrer ganzen Familie ins Krankenhaus. Anspruch hat man in Kamerun nur auf medizinische Versorgung, für ihr Essen sind sie selbst verantwortlich, das Essgeschirr haben sie unter dem Bett verstaut, gekocht wird im Zimmer oder draußen, auch Bettwäsche müssen sie selbst mitbringen, doch die ist nur selten vorhanden. Vier Betten dicht aneinander gestellt, dazu der Geruch von Essen und dem Geruch der kranken Menschen mit offenen, wunden Stellen an Beinen, Füßen und Armen“, erzählt die Wundmanagerin, die in einigen Wochen ihren Master im Care Wundmanagement ablegt. Ihr erster Schritt war die Einweisung in Sachen Hygiene, „ich habe den Schwestern zuerst einmal verdeutlicht, was Hygiene überhaupt bedeutet und wie man sie umsetzt. Desinfektionsmittel und vor allen Dingen Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion waren zwar vorhanden, wurden aber nicht ausreichend genutzt, Verbände landeten oftmals auf dem Boden, hier muss noch einiges gemacht werden“, so die Nettetalerin. Die Schwestern und Ärzte in den Krankenhäusern seien sehr motiviert und interessiert gewesen, als Friederike Rösner theoretisches und praktisches Wissen im Wundmanagement in einem Crash-Kursus, vermittelte. Die Wunden der Patienten, die die Krankenhäuser aufsuchen, seien schon z.T. über Jahre offen gewesen, diese innerhalb von nur drei Wochen zum Wundverschluss zu bringen, war natürlich nicht möglich“, so die Wundmanagerin. Dennoch habe sie kleine Erfolge aufzuweisen, „bei einem Mädchen, mit Verbrennungswunden die regelmäßig versorgt wurden, hatte sich bis zu meiner Abreise eine deutliche Besserung eingestellt“, erzählt die Nettetalerin.

    Nach drei Wochen sei auch der Ablauf in den Krankenhäusern in Sachen Wundbehandlung strukturiert abgelaufen, die Wundversorgung sei hygienisch konsequent und im Rahmen der Möglichkeiten fachmännisch durchgeführt worden, „ich habe ja examinierte Pflegekräfte vorgefunden, es fehlte an dem passenden Umfeld, Fachwissen im Wundmanagement und der Hygiene“, so Friederike Rösner. Zeit, sich das Land und Leute anzusehen, blieb nicht viel, „hier ging um 18.30 Uhr die Sonne unter, dann war es dunkel“, erzählt sie. Auch das Essen war „gewöhnungsbedürftig“, wie es Ehemann Freddy nennt. Aber alle seien sehr nett und freundlich, ja sogar dankbar gewesen. „Jetzt muss man abwarten, was hier umgesetzt wird“, so die Wundmanagerin. Dr. Yves Obiombok, den sie schon aus dem Krankenhaus in St. Tönis kennt, in dem er einige Zeit als Chirurg arbeitete, soll in einigen Monaten das Bethesda Krankenhaus in Yaounde leiten. Hier soll Friederike Rösner dann künftig regelmäßig Vorträge und praktische Einweisungen abhalten. In den nächsten Monaten will die Nettetalerin wieder nach Kamerun reisen, ums sich die ersten Ergebnisse vor Ort anzusehen.

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    Neuheit: Die Low-Level-Lasertherapie (LLLT)

    Die Low-Level-Lasertherapie (LLLT) wird im WKMzentrum Tönisvorst mittels Hilaris® TL eingesetzt.
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    Clouddoku Patientendokumentation

    Die tägliche Arbeit im Wundmanagement stellt alle Beteiligten vor einer großen Herausforderung. Häufige Probleme resultieren aus umständlichen und langen Kommunikationswegen mit den unterschiedlichen Berufsgruppen und Kostenträgern, die an der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden beteiligt sind.

    Auch aufwendige handschriftliche Dokumentationen, die mit einem hohem Zeitaufwand verbunden sind und häufig unter Zeitdruck geschrieben werden, führen immer wieder dazu, dass ungenaue oder nicht adäquate Formulierungen gewählt werden und damit nicht den exakten Wundstatus und Wundheilungsprozess wiederspiegeln.

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    • einfach im Handling
    • geringer Zeitaufwand
    • kurze Kommunikationswege
    • schnelle Übersicht über den Wundverlauf
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Berichte & Artikel zum Download

Professionalization of nursing responsibilities in wound management by academization: Professionalisierung der pflegerischen Verantwortung im Wundmanagement im Rahmen einer Akademisierung

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